Die wichtigsten Hinweise, um das Fertigparkett von Berg und Berg richtig zu verlegen
Verlegen Sie
Berg und Berg
schnell und sicher
1.1 Einsatzbereich _ Berg & Berg Parkett kann schwimmend verlegt oder vollflächig mit dem Unterboden verklebt werden. Durch die innovative Svedloc Profilierung ist die Verlegung einfach, sicher und dauerhaft. Berg & Berg Dreischichtparkett ist für Warmwasser-Fußbodenheizung geeignet.
1.2 Raumklima _ Die Räume müssen bereits während der Verlegung normal temperiert sein (mindestens 18°C), die Luftfeuchte muss zwischen 35% und 60% liegen. Verformungen der Holzoberfläche und Fugenbildung im Winter kann durch Luftbefeuchtung entgegengewirkt werden. Hohe Temperaturen, z.B. durch Kamin, Kachelofen oder Sonneneinstrahlung (Wintergarten etc.), können zu Schäden führen. Bei Heizestrich führen Abdeckungen (z.B. dicke Teppiche oder Matratzen) zu einem unzulässigen Wärmestau. Die Pakete dürfen erst unmittelbar vor der Verlegung geöffnet werden. Während der Wintermonate muss das Parkett in der geschlossenen Verpackung der Raumtemperatur angepasst werden (48 Stunden).
1.3 Untergrund _ Der Untergrund muss frei von textilen Altbelägen, sauber, dauerhaft trocken, eben, fest und tragfähig sein. Unebenheiten von mehr als 2mm auf 1m Länge müssen ausgeglichen werden. Auf Untergründen, die an Erdreich grenzen, im Bereich von nicht unterkellerten Räumen, oberhalb von Gewölbe- und Kriechkellern und über Räumen mit erhöhter Feuchtigkeit wie Heizungs-kellern, Waschküchen oder ähnlichem ist ein Schutz gegen aufsteigende Feuchtigkeit notwendig. Lassen sie sich vom Fachmann oder bei Berg & Berg direkt beraten.
1.3.1 ohne Fußbodenheizung
> Feuchtigkeit _ Die zulässige maximale Restfeuchte CM beträgt bei Zementestrich 2,0%, bei Anhydrithestrich 0,5% und muss vor der Verlegung geprüft werden.
> Bei schwimmender Verlegung _ Als Dampfbremse wird eine 0,2mm dicke, diffusionshemmende und alterungsbeständige PE-Folie mit 20cm Überlappung wannenartig verlegt. Auf die Folie wird die Trittschalldämmung mit maximal 3mm Dicke ohne Überlappung verlegt. Das Parkett wird in allen Nuten durchgehend verleimt.
> Bei vollflächiger Verlegung _ Eine Grundierung wird gemäß Vorgabe des Klebstoffherstellers aufgebracht. Es werden elastische, wasser- und lösemittelfreie Kleber verwendet. Die besonderen Verarbeitungsanweisungen des Klebstoffherstellers sind zu beachten.
1.3.2 auf Fußbodenheizung
Die maximale zulässige Leistung beträgt 55W/m² und muss gleichmäßig über die Fläche verteilt abgegeben werden. Die Oberflächentemperatur darf an keinem Punkt höher als 27°C liegen. Zu Beginn jeder Heizperiode muss die Vorlauftemperatur schrittweise im Laufe einer Woche auf normale Temperatur erhöht werden. Einige Hölzer neigen auf Fußbodenheizung mehr zu Fugenbildung und Rissen als andere, wie z.B. Buche und Kanadischer Ahorn. Unser Sortiment enthält Holzarten, die bei ähnlicher Optik besser geeignet sind. Lassen sie sich vom Fachhändler oder bei Berg & Berg direkt beraten. Weitere Informationen unter www.berg-berg.com.
> Feuchtigkeit _ Der Untergrund muss gemäß Aufeizprotokoll (unter www.berg-berg.com) getrocknet werden. Die zulässige maximale Restfeuchte CM beträgt bei Zementestrich 1,8%, bei Anhydrithestrich 0,3% und muss vor der Verlegung geprüft werden.
> Bei schwimmender Verlegung _ Als Dampfbremse wird eine 0,2mm dicke, diffusionshemmende und alterungsbeständige PE-Folie mit 20cm Überlappung wannenartig verlegt. Die Stöße müssen verklebt werden. Auf die Folie wird die Trittschalldämmung mit maximal 3mm Dicke ohne Überlappung verlegt. Das Parkett wird in allen Nuten durchgehend verleimt.
> Bei vollflächiger Verklebung _ Als Damppfbremse wird eine Epoxydharzbeschichtung oder vergleichbar nach Herstellerangaben auf den Untergrund aufgebracht. Es werden elastische, wasser- und lösemittelfreie Kleber verwendet. Die besonderen Verarbeitungsanweisungen des Klebstoffherstellers sind zu beachten. Das Parkett wird nur in die Nut über Kopf und die angrenzenden 20cm Längsnut verleimt (H-Fugen-Verleimung).
1.3.3 besondere Einbausituationen
Sollten sie Ihre Einbausituation nicht in dieser Verlegeanweisung finden, sollte der Boden über außergewöhnliche Dimensionen verfügen oder sonstige Besonderheiten aufweisen, fragen Sie einen Fachmann oder kontaktieren Sie den technischen Kundendienst von Berg & Berg unter www.berg-berg.com.
1.4 Abstand zu festen Bauteilen _ Holz ist ein natürlicher Werkstoff der auf Feuchtigkeit reagiert. Zwischen Parkett und Wand sowie zu allen festen Bauteilen, Türzargen oder Heizungsrohren muss immer und überall eine Dehnungsfuge von mindestens 10 – 15mm eingehalten werden. An den Wänden wird dieser Abstand während der Verlegung mit Holzkeilen gesichert. In Türdurchgängen und bei Parkettflächen größer als 15m in Dielenrichtung oder 9m in Querrichtung muss eine Dehnungsfuge ein-gebaut werden. Wo technisch möglich wird das Parkett unter den Türzargen verlegt.
1.5 Werkzeug _ Neben Zollstock, Stift, Schreinerwinkel und Säge sind folgende Werkzeuge erforderlich und Gewähr für eine einfache und perfekte Verlegung: Hammer 800g, Schlagklotz aus Hartholz 400 x 65 x 25mm (Original Berg & Berg), Parkett-Zugeisen, Abstandskeile aus Holz.
1.6 Leimangabe _ Die Verleimung erfolgt mit wasserfestem Parkettleim gemäß DIN EN 204 (D3). Bei schwimmender Verlegung werden die Dielen miteinander an Längs- und Kopffugen durchgehend, bei vollflächiger Verklebung auf Heizestrich nur im Bereich der Kopffugen verleimt (H-Fugen-Verleimung). Die Leimangabe erfolgt als durchgehender Leimstrang in die Oberseite der Nut.
2.1 Sichtprüfung _ Holz ist ein Naturprodukt und jedes Stück ist einzigartig in Farbe und Aussehen. Trotz laufender, strenger Qualitätskontrollen lassen sich Fehler nicht gänzlich ausschließen. Sollten Sie einmal eine Diele finden, die nicht der zugesicherten Qualität entspricht, kann diese kostenlos beim Händler umgetauscht werden. Bitte prüfen Sie die Dielen und legen betroffene Bretter während der Verlegung beiseite. Bereits fertig verlegte Dielen können nicht reklamiert werden.
2.2 Erste Reihe _ Grundsätzlich werden die Dielen in der Reihenfolge verlegt, wie man ein Blatt mit Text beschreibt: Dabei entspricht jedes Wort einer Diele. Beginnen Sie mit der ersten Diele in der Raumecke links mit den beiden Nuten zur Wand. Fügen Sie Diele für Diele der ersten Reihe nach der Leimangabe dicht zusammen. Das Endstück wird passgenau gekürzt und mit dem Zugeisen eingesetzt. Wenn notwendig, wird das Parkett durch vorherigen Zuschnitt dem Wandverlauf angepasst. Die gerade Ausrichtung der ersten Dielenreihen ist wesentlich für die weitere Verlegung.
Der Wandabstand wird während der Verlegung mit Holzkeilen umlaufend gesichert.
2.3 Folgenreihen _ Der verbleibende Abschnitt der vorhergehenden Dielenreihe wird zum Anfang der Folgereihe. Der Versatz der Kopfstöße muss dabei mindestens 60cm betragen. Geben Sie den Leim an (je nach Verlegeart) und stecken Sie die Dielen höhengleich zusammen. Verwenden Sie danach Schlagklotz und Hammer, um die Verriegelung Zug um Zug fugendicht zu schließen. Bitte nehmen Sie immer den Schlagklotz als Vorlage zwischen Hammer und Parkett und schlagen sie ausschließlich gegen die Feder, um Beschädigungen zu vermeiden. Es erleichtert die Verlegung deutlich, wenn Sie sich dabei auf die bereits fertige Fläche stellen.
2.4 Abschlussarbeiten _ Die letzte Dielenreihe wird passgenau mit dem Zugeisen eingesetzt. Sofort nach Einbau der letzten Diele oder bei längerer Verlegeunterbrechung (z.B. über Nacht) werden alle Keile entfernt. Die verbleibenden Fugen werden mit passenden Leisten abgedeckt.
Säubern Sie die Parkettoberfläche von Staub und grobem Schmutz.
Verleimt, verklickt, verlegt. So könnte man die sachgerechte Verlegung von Berg und Berg Fertigparkett flott zusammenfassen.
Was Sie anschließend tun können, um Ihren Berg und Berg Boden zu pflegen, das können Sie hier erfahren.